Blog-Archiv für Oktober 2008

30. Oktober 2008

Unter den

Lamellenpilze auf Fichtenholz

Lamellenpilze auf Fichtenholz

Unter den Lebewesen nehmen Pilze einen eigenen Platz ein. Biologen rechnen sie schon lange nicht mehr zu den Pflanzen, sondern stellen sie als selbstständige Gruppe neben Pflanzen und Tiere. U.a. hat dies etwas zu tun mit ihren Ernährungsgewohnheiten (keine Fotosynthese) und mit dem pilztypischem Baumaterial (Chitin, welches bei Pflanzen nicht vorkommt), aus dem sie bestehen. Das heutige Bild zeigt Lamellenpilze auf dem Fichtenholzstapel (siehe gestern), die zwischen dem Moos genügend Feuchtigkeit finden, um sich vom Holz ernähren zu können.

29. Oktober 2008

Solche Fichtenhölzer

Fichtenholzstapel

Fichtenholzstapel

Solche Fichtenhölzer nannte man noch vor einigen Jahrzehnten “Grubenholz”. Fichte wurde für die Aussteifung von Stollen in den Kohlebergwerken benötigt (sogenannte Stempel). In den deutschen Gebirgswäldern (z.B. Sauerland) wurde die Fichte “heimisch” und als Monokulturen gepflanzt. Die Verwendung im Bergbau ist inzwischen Vergangenheit. Heute dient sie als Brennholz oder wird zerspant für die Herstellung von Möbelplatten. Manchmal scheint die Nachfrage nicht so groß zu sein, die Hölzer - sauber gestapelt - beginnen zu vermodern. Dabei werden sie von Moosen überwachsen und Nahrungsgrundlage für andere. Morgen gibt’s ein Beispiel für Letztere.

28. Oktober 2008

Eine Pause

Rastende Gänse

Rastende Gänse

Eine Pause gönnen sich die Wildgänse. Gern suchen sie dazu von Wasser umgebene Flächen, z.B. in den norddeutschen Moorlandschaften. Hier sind sie während der Nacht vor Bodenfeinden sicher. Überfliegende Gänse werden mit lauten Rufen begrüßt. Man kennt sich eben. Für ein Gruppenfoto sind sie auf den Ruheplätzen doch recht weit entfernt, aber das ist auch gut so.

26. Oktober 2008

Keine Spalte

In jeder Ritze ist Platz

In jeder Ritze ist Platz

Gruppenbild

Gruppenbild

Keine Spalte kann so eng sein, dass ein Pilz nicht eindringen und die “Lücke” für sich nutzen könnte. Überall im Fichtenwald findet man vor allem am sogenannten Totholz (Baumstümpfe, vermodernde Stämme und Äste) jetzt Pilze in dichten Gruppen. Nach dem Sturm “Kyrill” (2007) ist an vielen Stellen in unseren Wäldern noch immer dafür gesorgt, dass den Pilzen die Arbeit so schnell nicht ausgeht. Das ist ja schließlich ihre Aufgabe.

23. Oktober 2008

Wieder ein

Herbstteich mit Schwan

Herbstteich mit Schwan

Wieder ein paar Sonnentage! Der Oktober gönnt uns noch das Licht in den farbigen Laubbäumen. Die Tage und Nächte werden spürbar kälter, die Blätter ändern nun täglich ihre Farben. In Amerika würde es als “Indian summer” bezeichnet, bei uns gibt keine Umschreibung dafür. Für eine Fotoreise ist jetzt die richtige Jahreszeit. Motive gibt es genug!

22. Oktober 2008

Nach dem

Wassertropfen

Wassertropfen

Tropfen als Ferngläser

Tropfen als Ferngläser

Nach dem gestrigen Regentag hängen noch einige Tropfen an den Zweigen. Etwas stärker vergrößert erweisen sie sich als kleine Ferngläser. Ein Ausschnitt aus der linken Abbildung (unten rechts) wurde vergrößert und um 180° gedreht. In den Regentropfen ist ein kleiner Gartenausschnitt zu sehen.

21. Oktober 2008

Ein neues

Früchte der Zwergmispel

Früchte der Zwergmispel

Ein neues Deko-Element sind die Regentropfen. Hier und da hängen noch einzelne Früchte, wie heute bei der Zwergmispel (Sorbus chamaemespilus). Während die Früchte bei der ähnlichen Mehlbeere zweisamig sind, entdeckt man beim Öffnen der übrigens essbaren Früchte der Zwergmispel vier Samen. Dies hat sie gemeinsam mit der Elsbeere, doch anhand der Blattform sind die beiden gut zu unterscheiden. Bemerkenswert, dass die Vögel kein Interesse zeigen.

20. Oktober 2008

Die Würde

Gans

Gans

“Die Würde des Schweins ist unantastbar”, so singt Reinhard Mey. Dies gilt in ganz besonderer Weise auch für die Gans. Man sieht ihr den Stolz an, der sie über das gemeine Wassergeflügel erhebt. Herausragend sind auch ihre Wachsamkeit und ihr Mut.

19. Oktober 2008

Bei der

Fliegenpilz

Fliegenpilz

Bei der Hagebutte wurde schon erwähnt, dass der Fliegenpilz gelegentlich als Männlein “Das da steht im Wald allein mit dem purpurroten Mäntelein” bezeichnet wird. Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat 1860 zwar die Hagebutte gemeint, aber die Phantasie beflügelt halt die Betrachter. Und wenn man dann noch um die psychoaktive Wirkung des Pilzgiftes weiß, mag aus dem Pilz ein lustig tanzendes Männchen werden.

18. Oktober 2008

Wie schon

Magnolienknospe

Magnolienknospe

Wie schon berichtet, hat die Magnolie fast über Nacht ihr ganzes Laub verloren. Einfach so, ohne Frost, fielen die Blätter. Aber an den Spitzen der Zweige sind die Knospen schon angelegt, die im Frühjahr zu Blüten und Blättern werden. Gut geschützt gegen eindringende Feuchtigkeit und damit gegen Fäulnis werden sie durch die feinen Härchen. Eine Art Nano-Technik. Damit werden sie den Winter sicher überstehen.

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