Blog-Archiv für September 2008

30. September 2008

Nein, es

Herbst im Moor

Herbst im Moor

Nein, es ist nicht schaurig über’s Moor zu gehn. Im Gegenteil - jetzt macht es sogar richtig Freude, eine Wanderung durch das Moor zu unternehmen. Morgens ist es der Nebel, der durch das Röhricht wabert, mittags die Sonne, die das Herbstlaub zum Leuchten bringt, und abends sind es die Wasservögel, die zum Übernachten einfliegen. Und man ist auch gar nicht einsam. Viele Wanderer trifft man auf den leicht schwingenden Torfwegen. Alle haben das gleiche Ziel: Sie wollen die urwüchsige Landschaft genießen.

29. September 2008

Die Zeit

In Anlehnung

In Anlehnung

Die Zeit der Pilze ist angebrochen. Echte Pilzsammler streifen mit ihren Körbchen durch Feld, Wald und Wiese. Auch auf dem Rasen hinterm Haus taucht ab und zu ein Gartenzwerg auf. Da lässt sich sogar ein Gänseblümchen anlehnungsbedürftig unter den Schirm nehmen. Aber wie heißt der Beschützer?

28. September 2008

Den ganzen

Engelstrompete(n) im Herbst

Engelstrompete(n) im Herbst

Den ganzen Sommer über hat sie mit zahlreichen großen Blüten den Garten belebt. Jetzt geht die Engelstrompete (Brugmansia, irrtümlich auch oft Datura genannt) langsam zur Ruhe. Die letzten Blütenkelche, die aus fünf zusammen gewachsenen (zygomorphen) Blütenblättern bestehen, trompeten es in die Welt: Lasst euch nicht täuschen von der Herbstsonne, der Garten geht zur Ruhe. Vielleicht noch zwei- oder dreimal den Rasen mähen, einige Sträucher ausschneiden und sich langsam an den ersten Bodenfrost gewöhnen. Die Engelstrompete gehört dann an einen frostfreien Platz.

27. September 2008

Mit Geduld

Kreuzspinne mit Fliege als Beute

Kreuzspinne mit Fliege als Beute

Mit Geduld und einem Netz können die Webspinnen recht effektiv ihre Nahrung erbeuten. Hier hat die Kreuzspinne eine Fliege zunächst gefesselt. Dann kann sie mit ihren Mundwerkzeugen Verdauungssäfte in ihr Opfer spritzen, schließlich muss sie nur noch die jetzt flüssige Nahrung aufsaugen. Zurück bleibt eine leere Chitinhülle. Für viele Tiere gilt es jetzt im Herbst Energie für den kommenden Winter zu speichern, dann sind die Fluginsekten rar. Auch insektenverzehrende Vögel leiden unter diesem Mangel. Viele nehmen als Zugvögel weite Wege auf sich, um im Süden Nahrung zu finden. Spinnen können solche Wege nicht zurücklegen, also müssen sie für schlechte Zeiten vorsorgen. Und dann muss sie noch ein sicheres Versteck für die Überwinterung finden. Eine gut genährte Spinne ist sonst schnell die Beute unserer Meisen, die jedes denkbare Versteck absuchen. Mit wem soll man jetzt Mitleid haben? Im Tierreich gibt es diesen Begriff nicht, hier lebt jeder “für” den anderen.

25. September 2008

Durch ihre

Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen

Durch ihre leuchtende Farbe fallen sie jetzt besonders auf: die Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus). Ihren Namen verdanken sie der Ähnlichkeit der Frucht mit der Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. Die Bezeichnung war ursprünglich in ihrer Bedeutung von lateinisch papa (Vater) zu Pfaffe geworden. Erst nach der Reformation bekam der Begriff einen despektierlichen Klang. Dem Pfaffenhütchen ist dies sicherlich völlig gleichgültig.

24. September 2008

Wohin fliegen

Pusteblume

Pusteblume

Wohin fliegen jetzt die kleinen Schirmchen des Löwenzahns? Im Rasen tauchen sie auch im Herbst immer noch auf: die Pusteblumen. Der Herbstwind treibt sein Spiel mit den Samen. Irgendwo werden sie wieder festen Boden “unter den Füßen” haben, dann heißt es warten - und im Frühjahr erinnern wir uns auf den gelben Wiesen vielleicht noch an die kleinen Flieger.

23. September 2008

Nur wenige

Bartblume

Bartblume

Nur wenige Sträucher blühen im Herbst. Zu ihnen gehört die Bartblume (Caryopteris x clandonensis). Und noch etwas macht sie interessant, das Blau ihrer Blüten ist für Sträucher ebenfalls eine Seltenheit. Alles was sich durch solche Ausnahmen schmückt, ist natürlich besonders für Gärten und Anlagen interessant. Dekorativ wirken sie (nicht nur) als Hintergrundbepflanzung. Dass sie die Sonne liebt, kann man auch an der silbernen Blattunterseite erkennen, ein typisches Merkmal mediterraner Pflanzen. Gönnen wir ihr und uns noch ein paar Tage Herbstsonnenschein!

21. September 2008

Life goes on

Männliche Haselblüten

Männliche Haselblüten im September

“Life goes on” so lautet bereits jetzt im September für einige Pflanzen die Devise. Um ja den kommenden Frühling nicht zu verpassen, schieben sich schon die ersten Haselnussblüten aus ihren Knospen. Während nebenan die Blätter erste Anzeichen der Herbstfärbung erhalten, kämpft sich bereits das “Prinzip Hoffnung” nach vorn. Das neue Pflanzenjahr ist also schon in den Startlöchern.

18. September 2008

Sie wetteifern

Admiral

Admiral auf Wandelröschenblüten

Sie wetteifern immer miteinander: Blüten und Schmetterlinge. Hier versuchen es das Wandelröschen (Lantana camara) und der Admiral (Vanessa atalanta). Wer ist die/der Schönste? Oder ist es nur eine Nahrungsbeziehung, die beide zusammen bringt? Jedenfalls saugt der Admiral ausgiebig den Nektar dieser Blüten (im Bild ist der Rüssel gerade aufgerollt).

17. September 2008

Es gibt

naturbunt

naturbunt

Es gibt so viele Facetten, die uns die Natur widerspiegeln, dass ich einige davon in einem Buch zusammen gestellt habe. So entstand ein Biologiebuch ohne “Lernverpflichtung”. Man kann und darf - aber man muss nicht alles wissen, was dort beschrieben und manchmal auch mit einem kritischen Blick hinterfragt wird. Der Titel des Buches “naturbunt” deutet auf eine bunte Mischung, die Anlass gibt, neu und weiter zu denken. Biologie lebt!

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Weitere Informationen gibt es unter  <www.naturbunt.de>.

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